Mauerbau 1792

Mein Dorf ist voll davon. Praktisch jedes ältere Haus besitzt eine Feldsteinmauer. Manchmal als Fundament, manchmal zum Halten des Hangs, selbst Stallgebäude wurden daraus gebaut.

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Verwendet wurden Steine aus dem hiesigen Steinbruch,  Feldsteine und alles andere, was sich fand. Sandstein, Kalkstein, Vulkangestein.

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Torabschlüsse, Durchbrüche und Mauerkronen bestehen aus grob behauenem rotem Stein.

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Der eingesetzte Mörtel ist eine Spezialität: er darf nur sehr langsam trocknen, damit die Mauer später nicht wieder reißt. Oft wurden die Mauern mit großen feuchten Tüchern abgedeckt.

Zur späteren Reparatur wurden dann auch alles verwendet, was da war: Backsteine, Dachziegel, der Fantasie waren da keine Grenzen gesetzt.

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Schnell zur Reparatur eingesetzter Zement oder Beton hat nur eine kurze Haltbarkeitsdauer. Die sich mit Temperatur und Feuchtigkeit ändernde Natursteinmauer spuckt früher oder später die Brocken einfach wieder aus.

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In den offenen Spalten leben Eidechsen und Insekten. Moose und Steingewächse wachsen auf den Mauerkronen und Veilchen blühen aus den groben Mauerrissen.

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Die Tatze habe ich da eines Tages mal eben abgestellt. Jetzt ist sie lange eingewachsen.

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Veröffentlicht von

Ola

Texter, Fotograf, Spaziergänger, Koch, finde die Welt einfach spannend....

2 Gedanken zu „Mauerbau 1792“

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