Am Wolfsbach

Unsere kleinen Abenteuer finden jetzt immer morgens um 7.00 statt. Da hat jeder noch Lust zu laufen. Gestern an der Seeme, heute dürfen sich die Jungs die Füße im Wolfsbach kühlen.

Überall an den Bachrändern explodiert das Indische Springkraut, Schilf ragt hoch. Nach den zwei Unwettern atmet die Natur hier auf.

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Apfelchallenge III

Heute ein Stillleben. Dieses Wort irritiert mich jedesmal beim Schreiben. Dieser dreifach Tippton klingt verrückt.

Diese wunderschöne sehr alte Schale war ein ebay Schnäppchen von jemandem, der nicht wusste, was er da hatte.

X-fach geflickt mit gehämmertem Metall aus verschiedenen Jahrzehnten war sie wahrscheinlich einmal ein Gärkorb für Brotteig.

Jetzt ist sie Obstschale und beherbergt jetzt gerade diese wundervoll glänzenden Äpfel.

Hinweis für Fotografen: Ganz lange mit einem sehr weichen Tuch polieren. Sie glänzen immer mehr – zumindest die meisten Sorten mit von Beginn an etwas glänzender Schale.

Apfelchallenge II

Mein liebster Apfelkuchen meines Liebsten ist ein Pudding Apfelkuchen mit viel, viel Apfel und wenig Teig und Rum Rosinen und Pudding.

Wir brauchen:

1 kg säuerliche Äpfel

230 g Weizenmehl 405
1 Ei mittel
1/2 Backpulver
230 g Zucker
130 g weiche Butter
1 Vanillezucker

Rosinen in beliebiger Menge
Rum

3 Becher Schlagsahne
1 gutes Vanillepuddingpulver

Zimt-Zucker Mischung

So wird es gemacht:

Rosinen mindestens 2 Stunden vorher in Rum einweichen. Am Tag vorher ist noch besser.

Butter und 130 g Zucker schaumig schlagen. Ei, Mehl, Backpulver, Vanillezucker dazu geben und und zu einem glatten Teig verkneten und ihn auf den Boden einer 26er Springform drücken. Am Rand etwas hochziehen, aber schön dünn.

Die Äpfel haben wir mit unserem Apfelwunder geschält, entkernt und geschnitten, so dass wir am Ende Apfelspiralen hatten, die wir dann einfach in Scheiben gebrochen haben. Das ist übrigens eine geniale Maschine! nicht mal 30 Sekunden pro Apfel

Apfelwunder1.jpg

Jetzt die Apfelscheiben auf den Boden geben. Die Rosinen abgießen und auf den Äpfeln verteile.

2 Becher Schlagsahne aufkochen.

1 Becher Sahne mit 100 g Zucker und dem Puddingpulver verrühren. Die kochende Sahne vom Herd nehmen und die Puddingpulvermischung unterziehen.

Jetzt heiß auf den Kuchen und über die Äpfel geben.

Das ganze mit einer Zimt-Zucker Mischung bestreuen.

Backen bei 170 Grad Ober-Unterhitze 60 – 70 Minuten. Stäbchenprobe.


Neu in der Sammlung

Der Schmetterlingsjäger ist glücklich: Ein C-Falter kam heute ganz neu zur Sammlung hinzu. Ein wenig zerrupft das Exemplar, ein alter Kempe halt. Aber er hat sich stolz zur Schau gestellt.

Damit habe ich es jetzt auf 12 Arten gleich hier in meiner Umgebung gebracht.

Sonnenanbeter

Die wohl hingebungsvollsten Sonnenanbeter sind die Sonnenblumen. Ihre Drehung und Aufwärtsneigung hin zur Sonne wirken manchmal willenlos, wie in Trance.

Was immer von da oben kommt, sie können nicht anders. Allesamt Mitglieder der Sonnensekte, die jeden Morgen neu in einen ekstatischen Zustand verfallen.

Alles aus dem Garten

Uups, Sonntagsbesuch. Irgendwie fehlt etwas auf dem Tisch. Dieser wilde Strauß entstand bei meiner kleinen Tour durch den Garten.

Kleine Sonnenblumen, Oleander, Sommerflieder, Flammenblume und Rosen fanden sich.

Das Ganze abgerundet mit blühender Pfefferminze, Liebstöckel, Currykraut Blüten und Rosmarin Stauden.

Die Deko war gerettet.

Ernten am Wegesrand

Die Zeit der Blüten ist vorbei. Die Zeit des Ernten ist gekommen. Die Felder sind abgeerntet, nur der Mais steht noch. Die Wiesen wogen nicht mehr, sondern sind in Ballen rund gerollt. Die Trockenheit ist mit einem Kamm durch die Bäume gefahren, Herbstlaub liegt auf den Wegen.

Jetzt ernten wir Äpfel und Birnen, Beeren, Zwetschgen und Mirabellen.

In den Gemüsegärten wachsen uns die Ernten über den Kopf. Ich esse meine Tomaten am liebsten direkt von Strauch.

Dann kommen die Nüsse, Eckern und Maronen. Aber bis dahin braucht es noch etwas Geduld.

Heute früh auf unserem Spaziergang fanden wir all diese Früchte am Wegesrand, die schon zum Anbeißen aussehen.

Holunder und Beeren brauchen noch ein wenig Sonne.

Die Beeren Show

Also wirklich, man kann doch nicht immer einfach diese leckeren Beeren in sich hineinstopfen, sie unter Eis, Quark und Puddingcremes verschwinden lassen, sie zu Shakes zermixen und im Kuchenteig ertränken.

Nicht bevor man wenigstens mal genauer hingeschaut hat.

Hier als die Beeren Show, um uns einem Moment lang für all die Genüsse zu bedanken, die sie uns bescheren.

Randale

Spatzen sind echte Raufbolde, zumindest die Männchen.

Mancherorts sind die Sperlingsbestände um bis zu 50% zurückgegangen. Meist liegt es an mangelnden Gelegnheiten, gute Nistplätze zu bauen. Unsere Spatzenbande war in diesem Winter fast nie zu sehen.

Um so glücklicher waren wir, plötzlich, irgendwann im März, eine Menge von ihnen an den letzten, vergessenen Meisenknödeln zu beobachten. Also hängten wir die Knödel ans Balkongitter und haben seitdem wohl ganz Bestände an Spatzen damit groß gezogen. Bis zu 8 Knödeln pro Tag gehen hier locker weg.

Gestern nun habe ich mich eine Weile hinters Fenster gesetzt und den Raufbolden zugesehen.

Die Aufnahmen sind alle durch die Scheibe leicht unscharf. Aber bei geöffneter Tür kommen sie nicht. Die Scheibe reflektiert und sie können uns nicht sehen.

Hier streiten sich zwei um das Vorrecht am Futterplatz. Von Erschrecken über Zuhacken bis aus dem Gleichgewicht bringen, ist in dieser Disziplin alles erlaubt.

The winner takes it all.

Flieg Distel, flieg!

Tausende perfekter, kleiner Fluggeräte vernebeln die Sicht. Die Disteln schicken ihre Samen auf die Reise.

Ein einziger, sanfter Windstoß und ganze Heerscharen machen sich auf die Suche nach einem Stück fruchtbarer Erde.

Sie sind perfekt: lange spinnenartige Beine, von feinsten Härchen übersät treiben nicht nur mit dem Wind, sondern haken sich auch gerne ein und lassen sich von Wildtieren mitnehmen.

Allerdings sind sie recht groß und bleiben oft schon im eigenen Geäst hängen. Aber der nächste Windstoß wird schon kommen.

Sonnenuntergang 10. Juli

Gestern kurz vor Sonnenuntergang, also kurz nach 21.00 Uhr blickte ich aus dem Fenster und dachte, ich hätte mich in der Jahreszeit geirrt. Der fettgrüne Wald gegenüber auf dem Hügel war völlig braun wie in tiefsten Herbst.

Die folgenden vier Bilder habe ich in den nächsten 10 Minuten vom Schlafzimmerfenster aus gemacht, sie sind nicht farbbearbeitet.

Bei wolkigem Himmel hatte die tiefstehende Sonne den Wald fast blutigrot getüncht. Am Himmel standen dunkle, violet rosa Wolken. Eine ungewöhnliche Lichtstimmung.

Die Möhre, die wilde, die zauberhaft schöne

Die Wilde Möhre ist tatsächlich einer von drei Vorläufern unserer heutigen Karotte. Allerdings besticht sie nicht durch eine nahrhafte Wurzel, sondern durch ihre feinen Blätter und die riesige Blütendolde, die ein Fest für Insekten ist.

Ein kleiner Trick macht sie zum Star im Blütenfeld. Eine kleine schwarze Blütenansammlung in der Mitte der weißen Dolde, täuscht vor, dass hier schon ein Gast fürs Futtern entschieden hat. Dann muss es ja gut sein!

Verliebt bin ich aber in die Vorstadien der großen weißen Dolde. Jede Menge fein gestreifte Einzelblüten – zunächst grün, dann rosé gestreift, breiten sich langsam aus einer kugeligen, dann vogelnestartigen Form aus bis ein Schirm entsteht.

Jede einzelne dieser winzigen Blüten ist von feinsten Blättchen umgeben. Ebenso feine Blätter umgeben den ganzen Blütenkelch.

Schützend legen sie sich um die vom Rand her sich öffnenden Einzelblüten.

Jede kleine Dolde ist einzigartig.

Ihr findet sie jetzt überall an den Feld- und Straßenrändern. Schenkt ihr ein wenig Aufmerksamkeit.

Im Raps

Heute früh ging es in die bereits braun-gelben Rapsfelder, um vielleicht ein paar Schmetterlinge einzufangen. Leider hatten heftige Windböen fast alle Insekten gezwungen, in Deckung zu gehen.

Überall finden sich bunte Tupfen in den Feldern: Platterbse, Kornblumen, Mohn und Kamille.

Bei soviel Raps und dem Angebot an Blühendem waren die Rapsweißlinge natürlich fleißig unterwegs. Ihnen schien der Wind zu gefallen.

Auch ein Admiral gehörte zur Ausbeute. Das war es dann aber auch schon. Nur gut, dass wenigstens er dann noch kurz vorbei schaute.

Wild und schön

Auch nach dem Regen und bei grau verhangenem Himmel sind die tropfnassen Blühwiesen und Blühstreifen einfach hinreißend schön.

Während der Borretsch verblüht und die Mohnblüten mit den Wassermengen kämpfen, blühen die Kornblumen voll auf, Platterbsen schleichen sich dazwischen, mancherorts erheben sich riesige Dillstauden über die anderen Blüten, Glockenblume, Kamille und Lichtnelke wachsen in großen Flecken.

Und es grüßt zum Schluss: das Schaaaf. Irgendwas ist da mit der Dauerwelle schief gelaufen.

Wildflower

Be a wildflower.
Bloom and flourish
wherever the wind takes you.
Show off your beauty lavishly
Stand strong but
bow to the wind.
Be special, be awesome and
hold your ground.
Be delicate, be gentle
and hard as stone.
Transparent as air
playful and surprising.
Let your heart run free
and the wind push you
beyond your limits.

Das Taubenkropf-Leimkraut (silene vulgaris) wächst auf Magerrasen und Böschungen, Sand- und Steinhaufen. Die Pflanze verblüfft durch ihre zart geaderten kugelförmigen Blütengründe, die an einen Taubenkropf erinnern.

Früher wurde das Kraut als Heilpflanze z.B. bei Hautkrankheiten eingesetzt, heute werden junge Triebe in Kräutermischungen und Smoothies verwendet. Man kann es in den Wildgarten pflanzen, es ist eine wunderbare Nahrungsquelle für Nachtfalter.

Um in karger Umgebung zu überleben, produziert die Wildpflanze ungeheuer viele Samen, die durch den Wind verteilt werden.

Die Zartheit dieser Pflanze steht in einem verblüffenden Widerspruch zu ihrer Eigenschaft, unter härtesten Bedingungen zu überleben.