Lost Places Challenge

Bei Manni! Da gehe ich doch gerne stöbern.

Ein Friedhof für Fischkutter tief in Schottland
Rest von einem sehr alten Fachwerkhaus. In der Nähe.

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Lost Place: das alte Raiffeisen Silo

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Ich war lange nicht mehr da und es hat definitiv durch die Graffiti an Charme gewonnen. Vorher war es nur unbenutzt und und hässlich, jetzt bekam es durch Rost und Graffiti einen Lost Place Charakter.

Es war trübe und dunstig und ich hatte nur das Handy dabei. Aber ich musste es einfach mitnehmen.

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Lost Place: Rotten Harbour

Gerne zeige ich euch den Standort dieses Lost Places. Ich will da gar kein Geheimnis draus machen. Wenn ihr jemals dahin findet, freue ich mich für euch. Allerdings – wer weiß – kann sein, dass das meiste bis dahin komplett versunken ist.

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Dies ist ein unbenannter Loch irgendwo in Schottland. Er hat eine Verbindung zum Meer – ein langer Weg Richtung Südwesten -, endet aber mitten im Land. Einst gab es die Idee, das Ende des Lochs durch einen Kanal mit dem Hafenort zu verbinden, der nur ein paar Kilometer weiter nordöstlich wiederum in einem Meerarm führt.

Der Sage nach hat ein reicher Landbesitzer dieses Vorhaben vereitelt.  Da sind wir nun. Auf dem Satellitenfoto könnt ihr fast am Ende des Lochs einen kleinen weißen Steg erkennen.

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Angelegt haben dort ein paar Fischkutter, bei denen man schon ganz genau hinschauen muss, ob sie noch seetüchtig sind oder nur noch Museumsstücke. Auf dem Pier finden sich neben einigen Strom- und Wasseranschlüssen noch verrottete Tonnen, ausgemusterte, verrostete Fahrräder, stapelweise sehr gebrauchte Fischkisten und völlig verhedderte Netze.

Und direkt dahinter – der Kutterfriedhof.

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Wer hier sein Boot nicht mehr braucht, der bindet es lose an und schleicht sich. Seeluft, Wasser und Zeit tun dann das ihrige.

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Bei der Benutzung der Stege ist definitiv Vorsicht geboten.

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Und vielleicht – bis ihr da seid – liegen aber auch ein paar neue Wracks für euch in der See.

The Art of Corrosion

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Wer sich gerne in „Lost Places“ herumtreibt, für den werden Rostkunstwerke über kurz oder lang ein Thema. Sie spiegeln oft ausgesprochen malerisch die Stadien des Verfalls.

Fast alle Metalle oxidieren beim Kontakt mit Sauerstoff und Wasser. Doch bei den meisten entsteht dadurch eine natürliche Schutzschicht wie z.B. die grüne Patina auf kupfernen Kirchturmverkleidungen.

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Eisen bildet als einziges Metall Rost. Beim Eisen schützt die Oxidschicht das Metall  nicht, sondern fördert durch ihre hohe Porosität die weitere Zerstörung.

Hohe Feuchtigkeit und Salze, wie z.B. in der Seeluft beschleunigen die Korrosion.

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Rost treibt Blüten. Bis hin zur völligen Zerstörung verwandeln sich Eisenteile in immer obskurere Kunstwerke. Farben heben sich vom Untergrund ab. Schichten und Muster bilden sich. Es bröckelt und zerfällt.

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Lost Places – ganz nah

Bilder aus Strom“ hat eine Corona adäquate Challenge gefunden! Lost Place in 25 km Umkreis, mit dem Fahrrad zu erreichen und menschenleere Umgebung.

Gute Idee finde ich. Und da ich auch Lost Places toll finde, stöber ich auch mal. Aber erst mal muss ich echt nachdenken. Meine Umkreis wird ein ganz klein wenig größer, da ich weiter mit dem Fahrrad fahre als 25 km 😄😄😄.

Ich verrate aber nicht, wo die Plätze zu finden sind. Diese Walze steht auf einem eigentlich recht öffentliche Gelände, aber nur wenige werden sie kennen.

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Einen gibt es heute noch. Dieser Place ist jetzt wirklich lost im Sinne des Wortes. Nichts von dem hier steht noch.

Ja, ich war mit dem Fahrrad da. Und nein, sinnlos, da jetzt noch mit dem Fahrrad hinzufahren. Da stehen jetzt halbfertige Luxus Apartments.

Von den nächsten Plätzen gibt es neue Bilder. Fahrrad wurde heute frühjahrsfertig gemacht. So wir denn noch raus dürfen in den nächsten Tagen.

Lost Place: Das Schienenhaus

Ich nenne es das Schienenhaus, weil es direkt am Rande einer kleinen Bahnstrecke vor sich hinschlummert. Es muss einmal ein stolzes Haus gewesen sein, mit Anbauten und Nebengebäuden, Fachwerk und Dachverzierungen.

Heute kümmerst sich niemand mehr darum, nicht einmal um den Abbruch. Obwohl es zwischen Bahnstation, einem Ferienhausgelände und einem Parkplatz liegt. Verborgen unter großen Bäumen und hinter einem schiefen Bauzaun strahlt es immer noch einen bestimmten Charme aus.

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Lost Place Erzbergwerk

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Trist. Nicht nur der Himmel ist grau. Irgendwie ist auch alles an diesem riesigen verlassenen Gelände grau und trist. Die Vielzahl an Gebäuden, Terrassen und Eingängen, die Reste regionaltypischer architektonischer Verzierungen lassen nur vermuten, wie lebendig es hier zuging und wie wichtig dieses Unternehmen für die Region war.

Im Jahr 1970 kam das endgültige aus für den Erzabbau in der Region.

Schachthalle, Fördermaschinengebäude, Zechenhaus, das Kauengebäude sowie Werkstätten Wache wurden zu einem Betriebsferienheim mit Sporthalle, Bettenhaus, Gaststätte und Rezeption. Mit der Wende kam auch dafür das Ende.

Heute gibt es auf einem Teil des Geländes ein Schaubergwerk. Der Rest des Areals wurde komplett ausgeräumt und alle Gebäude verfallen Jahr für Jahr ein Stück mehr.

Innen

 

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Metalltüren

Es gibt Bilder von Lost Places Fans aus früheren Jahren. Der Verfall ist deutlich sichtbar. Im Innern gibt es außer wenigen Graffitis und ein paar Müllabladeplätzen nichts mehr zu sehen.

Faszinierend ist das Ausmaß des Geländes und die große Anzahl völlig unterschiedlicher Gebäude.

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Graffiti

 

Treppeinnen

 

Tonne

 

Seitenhaus

 

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Fassade

 

Installation

 

Fenster

 

Pfeiler

 

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Irgendwie sehr deprimierend. Es gab etliche weitere Anlagen rund um die Fördertürme in dieser Gegend. Ich habe beschlossen, nicht danach zu suchen.

Der Zauber der vergessenen Dinge

Verfall hat seine ganz eigene Faszination.

Ich bin ein „Lost Place“ Anhänger, keine Frage. Und oft reizen mich am meisten die Details. In einem verlassenen Hafen bieten sich mehr als genug Motive. Verrostete Anleger, grob gestrichene Farben, die auf eine eilige, oberflächliche Reparatur deuten, zurückgelassene Taue, brüchiges Metall …

Die Zeit erschafft aus Alltäglichem ganz neue Kunstwerke mit besonderem Reiz.

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Lost Place Kulturdenkmal

„Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen hat das Bahnbetriebswerk Hanau in den Großauheimer Heideäckern in Gänze als Kulturdenkmal ausgewiesen.“

Diese Dokumentation tut Stiftung und Verein mehr als unrecht. Die Restaurierung eines Ringlokschuppens, zweier Dampfloks und etlicher Waggons, die auf Sonderfahrten zum Erhalt des Geländes beitragen, zeigt, was bereits geschafft wurde.

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Allerdings birgt das riesige, zum großen Teil verfallene Areal, Arbeit für Jahrzehnte. Ganz zu schweigen vom finanziellen Einsatz, der notwendig ist.

Und da ich nun einmal in „Lost Places“ verliebt bin, wandle ich auf den Spuren des Verfalls.

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Die Schuppen, Werkstätten und Nebengebäude des Areals drapieren sich rund um die beiden Drehscheiben.

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Steht man direkt vor den riesigen Bauteilen einer Lok, wird klar, dass es hier nicht darum geht, mal eben ein Ersatzteil zu besorgen. Woher sollte so ein Ersatz kommen?

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Es ist ein weiter Weg, aus diesem Lost Place die Vergangenheit wieder auferstehen zu lassen.

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Lost Place under Construction

Dieses werden die wahrscheinlich die letzten Bilder aus der alten Phrix Fabrik in OKriftel sein. Es wird fleißig gebaut.

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In der denkmalgeschützten Fabrikanlage entstehen teuerste Lofts. 7.000 EUR /qm werden mal mindestens für die Waterfront Suites aufgerufen. Mit freiem Blick auf dem Main und die startenden und landenden Flugzeuge des Frankfurter Airports.

Nun ja, man wohnt durchaus an historischer Stätte.

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Bereits 1886 wurde die Cellulose Fabrik von der Familie Offenheimer gegründet. Jahrzehntelang bot sie Menschen aus der Umgebung viele Arbeitsplätze. Die Familie floh nach der Reichsprogromnacht nach London und wanderte in die USA aus. Sie überlebten alle.

Die Fabrik wurde 1938 enteignet und wurde nach Rückgabe 1949 an die Phrix AG verkauft. Das Unternehmen schloss bereits 1970 die Tore der Fabrik nach erfolgloser Neuorientierung in verschiedenen Märkten.

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Seitdem siedelten einige Kleinunternehmer und Künstler in Teilen der riesigen Anlage.

Dennoch war der Verfall nicht aufzuhalten. Die alte Fabrik wurde zu einem der sehenswertesten „Lost Places“, obwohl man natürlich versuchte, allein aus Sicherheitsgründen, Eindringlinge abzuhalten.

Hier ein Bild von der gegenüberliegenden Mainseite. Am Fabrikufer führt kein Weg entlang. Jetzt wird dies zur Parkanlage für die neuen Lofts werden und der Main Fahrradweg wird endlich weiter am Mainufer entlang führen.

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Im Moment wird eifrig abgerissen. Bis der Bauantrag genehmigt wurde, wurde hier jede Fledermausart und jeder Wurm sorgfältig aufgenommen, Bodenproben entnommen, städtische Strukturen und Verkehrswege überprüft ….

Dennoch ist der Bau für die angrenzenden Bewohner und Geschäfte eine Belastung. Unmenge von Boden, Gestein und Altmaterialien müssen hier bewegt werden.-

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Bleibt den Fotografen nur noch, die letzten Eindrücke mitzunehmen und Details festzuhalten. Obwohl die alte Fabrik sicherlich ein abenteuerlicher, aber nicht schöner Anblick war, geht doch irgendwie eine Ära zu Ende.

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