Kleinmarkthalle

Die alte Kleinmarkthalle in Frankfurt wurde schon 1879 gebaut, um endlich der Flut von Bauern Herr zu werden, die in die Stadt kamen um am Weckmarkt, Kornmarkt oder in der Schirn ihre Waren zu verkaufen. Hygienische Überlegungen spielten dabei eine Rolle. Und die bessere Erreichbarkeit für die Bürger. Es wurde sogar extra eine Bahnlinie gebaut, die aus dem betuchten Westend direkt zur Halle führte, bekannt auch als die „Dienstmädchenlinie“.

Das alte Gebäude wurde völlig zerbombt und ab 1954 wieder aufgebaut. Eine Schönheit ist das nicht geworden. Aber ein Bummel in der Kleinmarkthalle ist einfach ein Erlebnis und eigentlich ein Muss alle paar Wochen.

BKMH7.jpg

BKMH6.jpg

Über 60 Händler bieten frische Lebensmittel an. Hier gibt es wirklich alles. Und natürlich lässt man sich in totaler Enge an einem der kleinen Tischchen einen Imbiss servieren. Frisches italienisches Brot mit Schinken und Salami? Frische Pasta? Sushi? Feinen Espresso und gefüllte Datteln? Tapas? Grüne Soße?

IMG_20180721_093828.jpg

KMH5.jpg

KMH1.jpg

Natürlich ist es das, was man landläufig eine „Apotheke“ nennt. Eigentlich darf man hier nicht einkaufen. Nicht mit Blick auf die Preise. Und doch kommt man immerzu mit prall gefüllten Tüten wieder heraus. Das Angebot ist einfach unwiderstehlich.

IMG_20180721_095058.jpgKMH222.jpgBKMH5.jpg

BKMH3.jpg

Auch in diesen Zeiten hat die Kleinmarkthalle einige Stunden am Tag geöffnet. Mit dem beschaulichen Bummeln ist es zurzeit leider vorbei. Um so mehr freue ich mich darauf. Der erste Besuch wird sicher ein kleines Fest!

KMH2.jpg

Werbung

Lost Place under Construction

Dieses werden die wahrscheinlich die letzten Bilder aus der alten Phrix Fabrik in OKriftel sein. Es wird fleißig gebaut.

Phrix2

In der denkmalgeschützten Fabrikanlage entstehen teuerste Lofts. 7.000 EUR /qm werden mal mindestens für die Waterfront Suites aufgerufen. Mit freiem Blick auf dem Main und die startenden und landenden Flugzeuge des Frankfurter Airports.

Nun ja, man wohnt durchaus an historischer Stätte.

Phrix3

Bereits 1886 wurde die Cellulose Fabrik von der Familie Offenheimer gegründet. Jahrzehntelang bot sie Menschen aus der Umgebung viele Arbeitsplätze. Die Familie floh nach der Reichsprogromnacht nach London und wanderte in die USA aus. Sie überlebten alle.

Die Fabrik wurde 1938 enteignet und wurde nach Rückgabe 1949 an die Phrix AG verkauft. Das Unternehmen schloss bereits 1970 die Tore der Fabrik nach erfolgloser Neuorientierung in verschiedenen Märkten.

Phrix 7

Phrix 17

Phjrix 16

Seitdem siedelten einige Kleinunternehmer und Künstler in Teilen der riesigen Anlage.

Dennoch war der Verfall nicht aufzuhalten. Die alte Fabrik wurde zu einem der sehenswertesten „Lost Places“, obwohl man natürlich versuchte, allein aus Sicherheitsgründen, Eindringlinge abzuhalten.

Hier ein Bild von der gegenüberliegenden Mainseite. Am Fabrikufer führt kein Weg entlang. Jetzt wird dies zur Parkanlage für die neuen Lofts werden und der Main Fahrradweg wird endlich weiter am Mainufer entlang führen.

Phrix 19

Phrix6

Phrix4

Phrix12

Im Moment wird eifrig abgerissen. Bis der Bauantrag genehmigt wurde, wurde hier jede Fledermausart und jeder Wurm sorgfältig aufgenommen, Bodenproben entnommen, städtische Strukturen und Verkehrswege überprüft ….

Dennoch ist der Bau für die angrenzenden Bewohner und Geschäfte eine Belastung. Unmenge von Boden, Gestein und Altmaterialien müssen hier bewegt werden.-

Phrix9

Phrix8

Bleibt den Fotografen nur noch, die letzten Eindrücke mitzunehmen und Details festzuhalten. Obwohl die alte Fabrik sicherlich ein abenteuerlicher, aber nicht schöner Anblick war, geht doch irgendwie eine Ära zu Ende.

Phrix1

Phrix 15

Phrix 14

Phrix 13

 

 

 

Frankfurt Night Cruise

FFNight6

Um 22.15 am Eisernen Steg einsteigen. Sich ein Glas Wein und das Handy schnappen und sich auf eine kleine Tour unter Frankfurts beleuchteten Brücken hindurch begeben.

Irgendwie hat man die bisher noch nie so wirklich gezählt. Und vom Wasser aus sehen die alle ganz anders aus. Eine jede mit einem gut ausgetüftelten Beleuchtungskonzept, das ihre Eigenheiten betont. Und etliche der Skyscraper haben eine teilweise Nachtbeleuchtung. Ebenso wie einige Museen, Ufervillen, Kirchen.

Mein Handy schlägt sich wacker. Langzeitbelichtung vom fahrenden Boot aus geht nun leider nicht. Trotzdem vermitteln die Bilder einen Eindruck von einem tollen Nacht- Erlebnis.

Vorher vielleicht durch die belebte Schweizer Straße bummeln. Oder durch Frankfurts neue Altstadt. Irgendwo etwas essen. Dann ab aufs Boot. Wer nicht genug hat, nimmt noch einen Drink in einer Piano Bar.  Frankfurt bei Nacht für uns Landeier.

Das erste Foto mit freundlicher Genehmigung meiner Schwester Angelika Echtermeyer. Das war die mit der besseren Handy Kamera. 🙂

FFNightLütte

FFNight7

FFNIght10

FFNight8

Sunday in the City…

Mitten im April gibt es einen 25 Grad Sommertag. Und da alle irgendwohin „raus“ wollen, schnappen wir uns die Fahrräder und fahren „rein“. Mitten in die Frankfurter City.

Wir fangen am Hafenpark an und rollen am Mainufer an der EZB vorbei.

f2Peopüle_f3Action_f9People_f7f45

Irgendwo abbiegen und Richtung Taunusanlage. Hier ist der Frühling ausgebrochen.

f13

f40f16f18

Entlang der Mainzer fangen wir noch ein paar Skyscraper ein. Bis zum Skyline Plaza bei Castor und Pollux.

f26f28f31

Jetzt überfällt uns der Hunger. In der Osteria am Westhafen gibt es diese ungeheuer riesigen Pizzas, die ungefähr 30% über den Tellerrand ragen und einen vor echte Probleme stellen. Doggybags sind Ehrensache.

f33

Sommersonntag in der City. Der April hat uns ein kleines Geschenk gemacht.

 

Luminale Frankfurt 2018

Mit Licht und manchmal auch mit Nebel werden die Fassaden historischer Gebäude zu Geschichtenerzählern.  Ein paar Nächte lang ist die Stadt ein visuelles Abenteuer und so farbig wie nie.

Wir haben nicht alles gesehen. Bewaffnet mit Kamera und Stativ, geduldig auf die Langzeitbelichtung wartend, waren wir irgendwann bei den eisigen Minusgraden und den gefrorenen Schneeresten unter unseren Füßen nicht mehr in der Lage, das Schauspiel zu würdigen.  Am 20. März hat uns der Winter fest im Griff. Und so müssen einige Sensationen ohne uns auskommen.

Aber ein paar Eindrücke von der Alten Oper und vom Römer haben wir mit nach Hause gebracht. Sozusagen ins Warme gerettet.

Lumi3

Lumi2

Lumi6

Lumi5

Lumi1

Lumi4

Bevor die Stadt erwacht…

An einem Sonntag um 9.00 Uhr ist es hallend still in der Galerie „My Zeil“. Die Tauben reiben sich den Schlaf aus den Augen, übermüdete Touristen rollen ihre Köfferchen durch die menschenleeren Hallen. Ansonsten – Schweigen. Die Cafes öffnen erst um 12.00.

Elevator

Jetzt ist die Zeit, einmal einen Blick auf die Architektur und ihre Details zu werfen, wenn ansonsten der Blick nur durch die Schaufenster der Geschäfte wandert.

Die Einkaufsgalerie ist ein Teil des Palais Quartiers. Zusammen mit dem Nextower, dem Hotel Jumeirah und dem barocken Thurn und Taxis Palais.

Palais qUARTIER2

Einen besonderen Reiz geben der vorweihnachtlichen Galerie die riesigen Elche, die am Sonntag früh natürlich noch nicht beleuchtet sind.

Elch2

Palais Quartier

Die mutig geschwungenen Linien im Innern machen dem Auge Lust ihnen zu folgen – bis in die Höhe.

Indoor Architektur1

 

Indoor Architektur4

Gläserne und polierte Flächen bringen erstaunliche Spiegeleffekte.

Indoor Architektur2

IndoorArchitektur3

Ein Augenschmaus an einem verregneten Vorweihnachtssonntag und ein ganz und gar ungewöhnliches Erlebnis. Definitiv ein Ausflugstipp zum mehr entdecken.

 

 

EZB in Clouds

Unser kleiner Bike Trip am Sonntag führte uns 15 km das Frankfurter Mainufer hinauf und hinunter und wir radelten dabei durch den Frankfurter Osthafen. Containerfotografie stand auf dem Programm. 🙂 Ist so ein Spleen von mir.

Beeindruckender sind aber die Bilder des EZB Gebäudes geworden. Bei jedem Wetter spiegelt sich der Himmel in den Fenstern und bestimmte Blickwinkel und Lichtverhältnisse erlauben einen Blick auf die innere Struktur.

Mit dem Bau der Europäischen Zentralbank wurde ein Teil des Osthafengebietes saniert. Am Mainufer entstand eine Ufergrünanlage, ein riesiger Skatepark und zwischen den beiden Kränen der alten Ruhrorter Werft liegt jetzt das Hafenlokal „Oosten“. Ein Hingucker aus Glas und Stahl zwischen zwei alten Kränen. Radwege überall. Lohnt definitiv einen Besuch.

EZB1EZB3EZB4

Frankfurt: An Flüssen und Dünen

Diese gemütliche kleine Runde zeigt, wie grün diese Stadt sein kann. Und voller entdeckenswerter Stellen.

WKarteir starten die Tour am „Niddastrand“, einem riesiger Biergarten auf Sand. Witzig. Wer’s nicht kennt: zieht euch mal das Video rein auf niddastrand.de.

 

 

 

FFT1

 

 

Dann folgen wir dem Radweg entlang der Nidda, vorbei an Frankfurts Polo Club, der Surf Area für Enten bis hin zu den kleinen Wasserfällen mit Sandstrands, an denen die Kids, Hunde und Pferde alle die Füße gleichermaßen ins Wasser stecken.

 

 

FRFT13FRFT14

Nahe der Niddamündung liegt der Bolongaropalast und ein Stück weiter beginnt die Stadtmauer von Höchst. Von unserer Stippvisite beim Bolongaro Palast gibt es ein Spin off hier auf dem Blog. Nur mit den kindlichen Figuren dieser Fabrikantenvilla. Der imposante Palast von ca. 1780 beherbergte schon Napoleon wie Blücher und heute u.a. ein Standesamt.

FFT11FFRT11

Hier – inmitten der Schwäne und Enten – setzen wir mit der Fähre über den Main.

Weiter geht es bis zu den Schwanheimer Dünen uns weiter durch Feld und Wald bis hinein nach Schwanheim. Wir lassen das Eiscafe und die einladenden Apfelweinkneipen aus, da die Feuerwehr hier lautstark Jubiläum feiert. Beim nächsten Mal!

FFT6

Ein Stück weiter am Main entlang erreichen wir die Schleuse Grieheim. Etwas mühsam, die Fahrräder hier hoch zu wuchten, aber wir überqueren Schleuse und Kraftwerk und freuen uns über den Blick von der anderen Mainseite. FFT3FFRT5FFT4

Durch den grünen Niedwald geht es zurück zum Niddaufer.

Bike Tipp: Rund um den Flughafen Frankfurt

Echt witzig: Diese Mischung aus einsamster Heidelandschaft, Waldwegen, Kerosin und Autobahn! Komoot nennt die Tour „Planespotter Runde“! Und die Plane Spotter trifft man auch: Am offiziellen Aussichtspunkt auf die Rollbahn. Mit feinster Foto Ausrüstung, zwei Laptops und Notizheft bewaffnet.

Wir starten in Zeppelinheim und die Tour führt uns zunächst durch Wald und Flur, dann kurz durch Walldorf und wieder hinaus zum Grundbergsee. Hundebadesee und Angelteich. Ein traumhafter Platz, an dem wir gleich am nächsten Morgen unsere Hunde ins Wasser tauchen. Hier kreuzen sich etliche Rad- und Wanderwege.

PS5PS4

Weiter geht es über unbefestigte Waldwege zur Spitze der Landebahn Süd. Hier gibt es Sanddünen und Heidelandschaften. Kiefern, die in wogenden Grasmatten wurzeln. Sind wir wirklich noch in Frankfurt?

PS13

Der Fluglärm nähert sich…

PS6

Aber dann als wäre nichts gewesen tauchen wir wieder ein in den Wald und treffen uns mit Dutzenden anderer Radler bei der Odenwaldhütte. Zeit für einen Drink und einen Snack.Idyllisch!

PS7

Wenig weiter der „Plane Spotter Point“. Die Plattform ist hoch gebaut für einen Blick über den Zaun. Dicht an der Startbahn herrscht Zuschauergedränge. Ganz schön schnell sind die an dieser Stelle schon. Also die Flugzeuge, nicht die Zuschauer.

PS14

Ab hier führt der Fahrradweg direkt am Flughafen entlang, ein Stück weiter auch direkt parallel zur Autobahn. Aus dieser Perspektive haben wir das alles noch nie gesehen.

Ein paar architektonische Eindrücke nebenbei.

PS9PS8

Nein, der Flieger ist noch nicht ganz gelandet!

PS12

Echt jetzt Leute – das ist der Radweg an der A3 . Wusstet ihr das?

PS11PS10

Und dann führt der Radweg direkt unter der Einflugschneise lang. Hier warten haufenweise Leute auf den nächsten Flieger, der über ihre Köpfe donnert.

PS3PS2

Fast am Ende der Runde das Luftbrücken Denkmal. Von da aus geht es noch zu „Terminal4“. Drinks und Snacks für die Flughafenausflügler. Aber uns treibt es heim. Wir sind früh losgefahren. Aber langsam wird es richtig heiß und gewittrig, wie ihr an den Himmelsaufnahmen sehen könnt. Und wir haben reichlich erlebt und gesehen. Eine empfehlenswerte, extrem abwechslungsreiche Tour. Allerdings nicht ganz leise :-).

PS1

 

Bike Tipp Frankfurt: Mit dem Rad zur Alten Niederräder Brücke

Die Alte Niederräder Brücke überspannt den Main  zwischen dem Gutleutviertel und Niederrad. Es ist eine Eisenbahnbrücke, die um 1880 in Betrieb ging. Inzwischen gibt es parallel eine Neue Niederräder Brücke. Aber die alte Konstruktion hat einen besonderen Charme. Und eine Überquerung hält jede Menge Abenteuer bereit. 

Denn es führt ein Fuß-/Radweg parallel zu den Schienen. Hier kann man die Züge praktisch anfassen.

NRB3NRB2

Zwischen den Pfeilern der Brückenkonstruktion bieten sich eine Vielzahl von Blicken auf Frankfurt, die sich alle lohnen: Auf die Skyline über den Hafenbetrieb hinaus,

nrb15NRB10NRB13

auf die Wassersportler, auf das alte Niederrad, auf Feuerwehrschiff und Segelboothafen und den Schiffsbetrieb.

NRB11

NRB7NRB16

NRB5

Ein buntes Stück Stadt mitten im Grünen.

NRB16aNRB1

Und dann ist da natürlich Orange Beach. Hier kann man die Füße in einem Strandkorb hochlegen oder die Zehen im Sand vergraben und den Main an sich vorbei ziehen lassen.

NRBV4NRB6NRB8NRB9

Wir haben die Brücke mit den Bikes angefahren. Die Einbahnstraßen in Alt Niederrad sind für Fahrräder in beide Richtungen befahrbar und es radelt sich entspannt. Und das Mainufer bietet allemal eine tolle Strecke für das Fahrrad.

Frankfurt Skyline Auf der Hub

„Frankfurt Skyline auf der Hub“ wird über das Jahr eine Serie von Bildern der Frankfurter Skyline beinhalten, die alle vom selben Abschnitt eines Feldweges aus geschossen sind: Auf der Hub in Dreieich Sprendlingen. Wetter, Wolken und der Lauf des Jahres verändern die Ansicht fast jeden Tag.

skyline Vogeö

Flugzweugerot