Das Lied der Gräser

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Die Grasspitze bebt leicht,
während eine Mücke um sie herum
ihren Bogen zieht,
während der Weiher ruht
und im Schilfrohr der Frosch
einen einzigen Laut gibt.
Durch den Morgen kommt
ein Mensch, in ausgetretenen Spuren
der Ahnen, durch Vogelsang,
durch das Gespräch von Wasser und Stein.
In weicher Erde aufgegangen
verliert sich der Pfad. Blumen duften.
Auge ist er geworden und Lauschen in die Hymnen der Farben.
Plötzlich hört er die Lieder der Gräser.

Aus Volker Friedel: Das Lied der Gräser

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