Nebelsonntag

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Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
Drängt die Welt nach innen.
Ohne Not geht niemand aus,
Alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
Stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
Träumen Mensch und Erde.

Christian Morgenstern

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Nazare Haze

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Dunst, Wolken, Nebelfetzen und die Gischt der brechenden Atlantikwellen legen die Küste um Nazare oft unter einen feuchten Schleier, den  nicht einmal die Sonne vertreiben kann.

So liegen die im Sonnenlicht blendend glitzernden Wellen dennoch unter einem Dunst, der es nicht erlaubt, die Grenzen der Welt auszumachen.

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Wie Inseln in einem Wolkenmeer tauchen hier und da  Bruchstücke der Landschaft aus der Nebelwelt.

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Die Farben verkriechen sich, Töne scheinen aus allen Richtungen zu kommen und du spürst, wie die Feuchtigkeit dir langsam  unter die Haut dringt.

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Im Nebel …

Es wird nicht hell. Nach wenigen Metern nur ist der Weg, den ich laufe außer Sicht. Wie Spukgestalten schälen sich die Konturen der Bäume aus dem Nebel.

Es ist, als könne man schlecht atmen. Unter den Füßen knirschen die letzten Reste von Eis, das langsam taut. Das zertretene Gras, das sich nicht mehr aufrichtet und der nasse Lehm unter den Schuhen tragen zur düsteren Stimmung bei.

Ich erkläre dem Weißabgleich meiner Kamera, wir wären im Scheinwerferlicht und brav ersetzt der Computer das matschige Grau zumindest durch ein mystisches Blau.

So wird plötzlich eine spannende Landschaft daraus. Balsam für meine farbenhungrige Seele.

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